Comenius Programm

Das „Programm für lebenslanges Lernen“ (früher Sokrates Programm) ist ein Projekt der Europäischen Union, welches die internationale Zusammenarbeit im Bildungsbereich fördert.

Dieses Programm ist in verschiedene Teile gegliedert, das Comenius Programm ist dasjenige darunter, welches für die Schulbildung zuständig ist.

 

Namensgeber ist der tschechische Pädagoge Johann Amos Comenius (1592- 1670), dessen bildungspolitische Prinzipien, u. a. die allgemeine Schulpflicht, auch heute noch größtenteils Gültigkeit haben.

 

An diesem Programm teilnehmen können grundsätzlich sämtliche Schulformen und -typen aus allen 27 Mitgliedstaaten der EU, sowie der Türkei und der EWR Staaten Island, Liechtenstein und Norwegen. Allerdings setzt die EU voraus, dass sich mindestens drei Schulen aus drei verschiedenen Ländern zu Partnerschulen zusammenschließen, was notwendig ist, damit der Sinn und Zweck dieses europäischen Projektes auch erfüllt wird. Hierbei handelt es sich dann um multilaterale Partnerschaften. Daneben gibt es noch die weniger verbreitete bilaterale Partnerschaft zwischen zwei Schulen aus zwei unterschiedlichen Ländern.

Die Hauptaufgabe ist in erster Linie, „Kenntnis und Verständnis der Vielfalt der europäischen Kulturen und Sprachen“ zu vermitteln (Pädagogischer Austauschdienst).

Der Gedanke an ein einheitliches Europa, dessen Länder vor allem in sozial- und bildungspolitischer Hinsicht eng zusammenarbeiten, soll dabei geprägt werden. Dazu gehört der Erwerb von Sprachkenntnissen genauso wie die Erarbeitung innovativer Lehrmethoden.

Außerdem sollen die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Schulzweigen und die Mobilität der Lehrer und Schüler gefördert werden. 

Dies geschieht durch den Austausch der teilnehmenden Schulen. Zusammen arbeitet man an Projekten von gemeinsamem Interesse, etwa der Entwicklung neuartiger Technologien, oder wie in unserem Fall, der Einheit Europas. Gleichzeitig lernen die teilnehmenden Schüler ihre europäischen Nachbarn, deren Lebensweisen und Traditionen kennen, üben sich so in Toleranz und gewinnen wertvolle Erfahrungen für ihr späteres Leben.

Die Private Tages- und Internatsschule Dieburg nimmt seit 2001 an internationalen Projekttreffen teil.

 

Im Rahmen von Comenius sind im Moment Schulen aus acht europäischen Ländern (Italien, Holland, Dänemark, Frankreich, Tschechien und Österreich) beteiligt.

Jedes Jahr im Frühjahr treffen sich etwa 100 Schüler zu einem internationalen Projekttreffen in einem der Partnerländer,  das immer unter einem bestimmten Thema steht. Der Erfolg dieses Projektes liegt im Meistern einer gemeinsamen Aufgabe.

An drei Tagen findet in internationalen Klassen Unterricht in Form von Projektunterricht statt, der weitgehend von den Schülern selbst gestaltet wird. Sie halten Referate oder führen einstudierte Szenen vor, sie stellen sich gegenseitig Fragen und geben Antworten oder sie diskutieren miteinander. Und das alles auf Englisch! Das bringt die Schüler wirklich einander näher und vereinfacht das Sich-Kennenlernen der verschiedenen Nationalitäten.

 

Die PTI Dieburg nimmt auch in diesem Jahr wieder an zwei Comenius-Projekten der Europäischen Union teil. Die Titel der Projekte sind „Education goes to Enterprise“ und „A Taste of Europe“.

 

Wir wünschen den teilnehmenden Schülern viel Spaß!