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30.04.2020 06:29 Alter: 26 days
Kategorie: Aktuelles

Newsletter zur aktuellen Lage

Veröffentlicht am 30.04.2020


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Der Schultag beginnt

Die Schulleitung bei der Arbeit

Der Sport-LK im Unterricht

Der Sport-LK im Unterricht

Leitet Herunterladen der Datei einNewsletter zur aktuelle Lage vom 30.04.2020

Sehr geehrte Eltern,

 

mehrere Wochen ohne regulären Schulunterricht liegen hinter uns und es ist unklar, wie lange wir auf unsere gewohnten Unterrichtsabläufe noch verzichten müssen. Wir hoffen, nach der nächsten Konferenz der Ministerpräsidenten der Länder nähere Informationen für Sie zu haben.

Wir möchten Ihnen ganz herzlich dafür danken, dass Sie uns mit Ihrem Engagement in dieser schwierigen Zeit dabei unterstützt haben, das Lernen für Ihre Kinder fortzuführen.

Die Kolleg*innen haben sich mit ganzer Kraft dafür eingesetzt, alles dafür zu tun, dass der Kontakt der Schüler*innen zu ihnen aufrechterhalten werden konnte. So konnten wir erleben, dass Schule weiterhin stattfindet, wenn auch in neuen und teilweise andersartigen Formen.

Da wir von Woche zu Woche flexibel auf die Vorgaben des Kultusministeriums reagieren und häufig sehr kurzfristig die Situation neu bewerten müssen, sind zwar nicht alle Abläufe optimal, jedoch tragen wir als Schulleitung dafür Sorge, Sie und Ihre Kinder stets auf dem neuesten Stand zu halten -über die Homepage, das Schulportal, Videos, Rundmails und Videokonferenzen. Erfreulicherweise ist es uns gelungen, dies alles in kurzer Zeit zu realisieren.

Wir möchten diese Gelegenheit nutzen, Ihnen einige interessante Gedanken von Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz weiterzuleiten, die wir hier an der PTI aufgegriffen haben.[1]

 

 

Persönliche Beziehungen

 

„Nicht überall kann es gelingen, dass mit der notwendigen Struktur die Übung und Wiederholung von Lerninhalten vergleichbar fortgeführt wird. An vielen Stellen ist die persönliche Beziehung und der engmaschige reale Kontakt zwischen den Eltern, den Lehrkräften sowie den Schülerinnen und Schülern entscheidend für einen erfolgreichen Verlauf des Lernprozesses.“

 

Zielsetzung der „unterrichtsersetzenden Lernsituation“

 

„Die Maßgabe, für die Schülerinnen und Schüler in der Zeit der (partiellen) Aussetzung des regulären Unterrichts Arbeitsmaterial bereitzustellen, dient nicht dem Ziel zu suggerieren, dass zu einer Zeit, in der kaum mehr etwas normalen Maßstäben entspricht, ausgerechnet die Arbeit der Schulen in unveränderter Weise fortgeführt werden könnte.

Gleichwohl wurde entschieden, die Aussetzung des regulären Unterrichts nicht als Phase verlängerter Ferien zu gestalten, damit die Schülerinnen und Schüler einen Arbeitsrhythmus beibehalten können und um damit auch die Rückkehr zu einem regulären Unterrichtsbetrieb bestmöglich abzusichern. Klarzustellen ist, dass in der Phase der (partiellen) Aussetzung des regulären Unterrichts auch bei noch so sorgfältiger Unterstützung durch die Lehrkräfte der Unterricht, wie er im Stundenplan ausgewiesen ist, nicht abgebildet werden kann. Und schon gar nicht kann und darf erwartet werden, dass der aktive Part der Lernbegleitung, der normalerweise von den Lehrkräften im Unterricht geleistet wird, nunmehr vollständig von den Eltern zu Hause zu übernehmen ist.“

 

Leistungen der Schüler*innen  

 

„Es erfolgt auch nach Wiederaufnahme des Unterrichtsbetriebs keine Bewertung des Wissens und der Kompetenzen, die sich Schülerinnen und Schüler in der unterrichtsfreien Zeit selbst angeeignet haben. Dennoch ist es unter pädagogischen Erwägungen für die Lehrkraft möglich, besondere Leistungen der Schülerinnen und Schüler entsprechend zu berücksichtigen, indem diese Leistungen gewissermaßen positiv in die Gesamtbetrachtung einfließen, zumal ohnehin gilt, dass Lehrkräfte die individuelle Lernentwicklung einer Schülerin oder eines Schülers besonders zu berücksichtigen haben.“

 

Selbstständiges Arbeiten der Schüler*innen

 

„Zur Organisation eines strukturierten Lernprozesses gehört die Einübung der entsprechenden Lehrmethoden in Verbindung mit der Kenntnis von Verfahren zur Kontrolle des eigenen Lernens.“


Da die Schüler*innen in ungewohntem Ausmaß in ihrer Selbständigkeit gefordert sind, zeigt sich nun, dass wir mit dem Ansatz der Wochenplanarbeit zur Förderung des eigenverantwortlichen Lernens (FIBS) durchaus auf dem richtigen Weg waren. Nach Wiederaufnahme des regulären Schulbetriebes werden wir daher an diesem Konzept weiterarbeiten und die Erkenntnisse aus dem „Homeschooling“ einfließen lassen.

Für uns an der PTI war und ist das enge Betreuungsverhältnis im Unterricht und auch darüber hinaus sehr wichtig, sodass der Kontrast zu der jetzigen Zeit des social distancing größer nicht sein könnte. Besonders wir als Schule befinden uns in einer beispiellosen Ausnahmesituation, da Schule von der Präsenz in einem geschlossenen Sozialgefüge lebt. Dieses in der gegebenen digitalen Distanz aufrecht zu erhalten, bleibt eine Herausforderung. Allerdings wissen wir auch, dass eine Off-School-Situation niemals an den regulären Unterricht heranreichen kann.

Die letzten Wochen haben deutlich gemacht, wie begrenzt die pädagogische Reichweite digitaler Plattformen ist. Keine Videokonferenz kann die Dynamik des Unterrichts ersetzen und den individuellen Bedürfnissen der Lernenden vollständig gerecht werden.

Wir erfahren aber auch in dieser Ausnahmesituation, dass die Krise vielfältige Chancen bietet, da sie den Blick für Prozesse und Strukturen schärft und uns vieles klarer sehen lässt.

Die Entscheidung der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz erwarten wir mit Spannung – auch im Hinblick auf die Tatsache, dass wir als kleine, überschaubare Einheit mit teilweise sehr kleinen Lerngruppen eventuell die Vorgaben besser werden umsetzen können.

Wir wünschen Ihnen allen ein schönes erstes Maiwochenende, bleiben Sie gesund!

 

Ihr Team der PTI

 


[1] Hessisches Kultusministerium (Hg.): Rechtliche Klärungen, Empfehlungen und Informationen zu unterrichtsersetzenden Lernsituationen. Wiesbaden, April 2020.