Erasmus+ Projekt in Portugal

Fahrt nach Portugal – Ferreira do Zêzere

 

11.03.2017, Tag 1

Unsere gemeinsame Reise begann um 7:30 Uhr am Frankfurter Flughafen. Dort trafen wir (vier SchülerInnen und zwei Lehrerinnen der PTID) uns zum Flug nach Portugal, wo eines des Treffen des Erasmus+-Projekts stattfand. Der Flug startete pünktlich um 9:30 Uhr und kam ohne Zwischenfälle um 12:30 Uhr an. In Lissabon, wo unsere Maschine landete, mussten wir erstmal auf unseren Fahrer warten, der sich etwas verspätete. Er fuhr uns zu unserem Hostel, das uns allen gut gefiel. In der Stadt trafen wir dann die österreichische Gruppe, die vor uns in Lissabon ankam, und erkundeten zusammen Lissabon. Abends gingen wir mit der österreichischen Gruppe und einem der portugiesischen Lehrern essen.

 

12.03.2017, Tag 2  

Am nächsten Morgen frühstückten wir gemeinsam und besuchten den Stadtbezirk Belem. Dort aßen wir die typische portugiesische Spezialität „Pastel de nata“. Eine Süßspeise aus Blätterteig gefüllt mit Vanillecreme. Am Nachmittag verließen wir das schöne Lissabon und machten uns auf den Weg nach Ferreira do Zêzere. Wir fuhren gemeinsam mit den Österreichern zu dem Treffpunkt, wo unser Bus auf uns wartete. Dieser brachte uns zur gastgebenden Schule. Unterwegs sammelten wir noch die italienische und die litauische Schülergruppe ein und machten uns auf den Weg nach Ferreira do Zêzere. Nach einer knapp zweistündigen Fahrt erreichten wir unser Ziel. Dort warteten auch schon unsere AustauschschülerInnen. Nach einer herzlichen Begrüßung fuhren wir mit den jeweils zugeordneten Austauschpartnern nach Hause. Den restlichen Tag verbrachten wir damit, uns mit unseren Gastfamilien anzufreunden. 

 

 

13.03.2017, Tag 3

Am dritten Tag trafen wir uns alle in der Schule und lernten alle Erasmus-TeilnehmerInnen kennen. Danach gingen wir in den Mediaraum, um einen Vortrag über „Diversity in Europe“ zu hören. Der Vortrag handelte von den verschiedenen Kulturen, Religionen und Politik in Europa. Danach wurden wir alle in verschiedene Gruppen eingeteilt und fingen mit der Arbeit am Projekt an.

Unsere erste Aufgabe bestand darin, eine Aufnahme zu erstellen, in der wir verschiedene Fragen zu unserem Land beantworten mussten. Eine Frage war zum Beispiel „Was ist ein traditionelles Essen in Deutschland ?“. Nach der Arbeit trafen wir uns alle im Aufenthaltsraum und lernten uns noch ein bisschen besser kennen. Am Abend trafen wir uns noch in einem Lokal.

 

 

14.03.2017, Tag 4

Am vierten Tag begannen wir mit einer Schnitzeljagd durch Ferreira. Dort lernten wir verschiedene kulturelle Plätze in dem Dorf kennen. Nach der Schnitzeljagd gingen wir zum Bürgermeister, der uns ebenfalls noch etwas über das Dorf erzählte.

Danach besuchten wir Kinder in der örtlichen Vorschule, die uns ein paar Theaterstücke vorspielten, ein Lied sangen und denen wir letztlich ein wenig Unterricht in unserer Muttersprache gaben. Danach gingen wir wieder zurück in die Schule und arbeiteten an unseren Aufnahmen weiter.

Am Abend trafen wir uns wieder und die Schüler zeigten uns das Dorf.

 

 

15.03.2017, Tag 5

Um 9.30 Uhr versammelten wir uns alle in der Schule Agrupamento de Escolas de Ferreira do Zêzere in Ferreira do Zêzere, um zu einem Ausflug in einen Kletterpark aufzubrechen. Dieser lag auf einem Berg und wir benötigten 1 ½ Stunden für den Aufstieg. Oben angekommen verbrachten wir einige Zeit in den Baumgipfeln und machten uns dann auf den Weg zu einem entfernten See. Der Ausflug in den Kletterpark hat uns allen zwar sehr viel Spaß gemacht, war aber auch sehr anstrengend, sodass wir uns umso mehr freuten, als wir am Wasser ankamen. Einige von uns sprangen sogar ins Wasser (ca. 12°C kalt) oder sonnten sich.

Nach der kurzen Verschnaufpause bekamen wir Kajaks zugeteilt und durften in 2er-Grüppchen über den See paddeln. Wir lachten viel und wurden ordentlich nass, weil sich einige Gruppen mit den Paddeln mit Wasser vollspritzten. Erschöpft aber zufrieden stiegen wir in den Bus, der uns zurück nach Ferreira brachte, wo wir zusammen mit unseren Gastschülern den Abend ausklingen ließen.

 

16.03.2017, Tag 6

Am nächsten Morgen fanden wir uns alle um 9.00 Uhr in der Schule ein. In den eingeteilten Kleingruppen arbeiteten wir bis zur Pause an den Aufnahmen für das Radioprojekt, weswegen wir ja eigentlich nach Portugal gekommen waren. Die Pause verbrachten wir mit unseren Gastschülern und gingen anschließend in einen der Präsentationsräume und hörten uns einen Vortrag über die Europäische Zusammenarbeit und Toleranz an.

Nachdem dieser beendet war, mussten wir uns auf dem Schulhof einfinden, wo bereits ein Bus auf uns wartete. Dieser brachte uns nach Tomar, wo wir eine Burg der Templer (Castelo de Cera, Covento de Cristo) besichtigten. Mit Fremdenführern, die uns über die Geschichte der Anlage erzählten, erkundeten wir diese und konnten einige Fotos machen.

Nach einem letzten Gruppenfoto fuhren wir mit dem Bus weiter in die Stadt Tomar hinein. Dort besuchten wir ein Radiostudio, das zusätzlich ein winziges Museum beinhaltete. Es war nur einen Raum groß, darin waren aber alle möglichen Aufnahmegeräte aus früherer Zeit aufgereiht und ein Mitarbeiter erzählte uns etwas über die Geräte. Danach stiegen wir erneut in den Bus und fuhren zurück nach Ferreira do Zêzere.

 

17.03.2017, Tag 7

Am nächsten Morgen trafen wir uns pünktlich in der Schule. Heute stand Folklore auf dem Plan. Das ist ein traditioneller portugiesischer Tanz, der auch in einem Verein in Ferreira do Zêzere getanzt wird. Davor hieß es aber noch einmal: Radioclips bearbeiten. Heute mussten diese fertig werden, da nach dem Volkstanz unsere Abschlusspräsentationen vorgeführt werden sollten. So liefen wir nach Beendigung der Arbeit zum nahgelegenen Folklore- und Fadoverein, wo wir Informationen über den Tanz und die Tradition sowie verschiedene Tänze vorgestellt bekamen. Nachdem die Tänzerinnen und Tänzer die Bühne verlassen hatten, begannen unsere eigenen Vorführungen: die Abschlusspräsentationen, für die wir die Woche über gearbeitet hatten. Begeistert blickten wir zusammen auf die Woche zurück und lachten über die Insider-Witze, die der ein oder andere in die Präsentation eingebaut hatte.

Gut gelaunt gingen wir gemeinsam essen. Allerdings mussten wir uns schon von den Litauern verabschieden, die über London flogen und so schon an diesem Abend aufbrechen mussten.

Nach dem Essen hatten wir frei und schauten uns ein Futsal-Spiel an (Fußball auf einem kleineren Feld) und besuchten im Anschluss eine Snookerbar. Wir blieben dort bis 1 Uhr morgens, obwohl wir früh aufstehen mussten.

 

18.03.2017, Tag 8

Todmüde mussten wir uns am nächsten Tag von unseren portugiesischen Freunden verabschieden. Es wurde eine sehr „nasse“ Angelegenheit und schweren Herzens stiegen wir in den Bus. Die Italiener und Österreicher fuhren mit uns; Letztere stiegen am Flughafen aus und wir fuhren mit den Italienern weiter in die Innenstadt Lissabons. Wir verbrachten dort einen wunderschönen Vormittag und machten auch einen kleinen Stopp bei Starbucks. Schließlich mussten wir uns auch von den Italienern verabschieden, die noch länger in Lissabon blieben. Wir nahmen uns Taxis und fuhren zum Flughafen. Wir waren recht kurzfristig da und konnten nach ungefähr 10 Minuten ins Flugzeug steigen. Als alle auf ihren Plätzen saßen, fiel dem Flugpersonal ein Defekt auf, den es zu beheben galt. Mit einigen Stunden Verspätung konnten wir dann doch in die Luft abheben und kamen kurz vor Mitternacht am Fraport an, wo uns unsere Familien erwarteten.